John Mayall & The Bluesbreakers – 70th Birthday Concert

John Mayall & The Bluesbreakers and Friends: Eric Clapton, Chris Barber, Mick Taylor: 70th Birthday Concert (2003)
John Mayall & The Bluesbreakers and Friends: Eric Clapton, Chris Barber, Mick Taylor: 70th Birthday Concert (2003)

Über diese Platte bin ich bei meinen Weihnachtseinkäufen gestolpert – und bin begeistert. John Mayall & The Bluesbreakers kenne ich seit ca. 1980, da aber nur die Platten aus den 60er Jahren. Alles was danach kam hatte ich nicht mehr wahrgenommen (außer einem ziemlich schlechten Live-Mitschnitt aus dem Jahre 1969, der 2004 erschien). 2003 – also auch schon wieder einige Jahre her – feierte John Mayall seinen 70ten Geburtstag mit einem Konzert in Liverpool, bei dem ihm alte Bekannte aus den frühen Bluesbreakers-Tagen unterstützten: Eric Clapton und Mick Tayler. Außerdem dabei die Jazzkoryphäe Chris Barber.

Das Konzert erschien als Doppel-CD, als CD/DVD-Kombination mit einer Auswahl der Stücke und auch als Blu-ray. Die Musik, die Tonqualität der Aufnahme, die Energie des Konzertes ist fantastisch. Mit 70 Jahren und nach 40 Jahren im Musikgeschäft ist John Mayall hier ein in jeder Hinsicht erstaunliches Stück Musikgeschichte gelungen.

Vermutlich kennt nicht jeder John Mayall und wenn man liest, dass Eric Clapton bei seinem Konzert dabei war, wird das auch nur wenige vom Hocker reißen. Eventuell stellt sich sogar eine gewisse Ablehnung an: Er schon wieder.

Deshalb ein kleiner, stark geraffter Rückblick auf die Vergangenheit.

1965 kam Eric Clapton von den Yardbirds zu John Mayall und 1966 erschien „Blues Breakers with Eric Clapton“. Danach gründete Clapton mit Baker und Bruce Cream.

Der Nachfolger von Clapton wurde Peter Green und 1967 erschien „A Hard Road“. Außerdem dabei waren John Mc Vie am Bass und Aynsley Dubar am Schlagzeug. Peter Green und John Mc Vie gründeten anschließend Peter Green’s Fleetwood Mac (später dann nur noch Fleetwood Mac). Wer Peter Green nicht kennt: Santanas großer Hit „Black Magic Woman“ ist ein Cover Song. Und Aynsley Dunbar hatte (gerüchteweise) ein Angebot als Schlagzeuger bei den Rolling Stones. Er wollte aber eine eigene Band und gründete die famose und leider gänzlich unbekannte Aynsley Dunbar Retaliation. Also weg waren sie.

Der Nachfolger von Peter Green war dann Mick Taylor, der nach der ebenfalls 1967 eschienenen Platte „Crusade“ zu den Rolling Stones wechselte und dort den verstorbenen Brian Jones ersetzte.

Danach hatte John Mayall wohl die Schnauze voll. Das Ausbildungszentrum wurde geschlossen und die nächste Platte hieß dann konsequenter Weise „Blues Alone“.

Und kurz danch (nach der „Blues from Laurel Canyon“) verlor sich auch mein Interesse – bis zu diesem Jubiäumskonzert. Peter Green war bei dem Jubiläumskonzert leider nicht dabei – das wäre sicherlich interessant gewesen.

Nach diesem Artikel steht jetzt folgendes an: evtl. Blu-ray dieses Konzerts beschaffen und in den anderen Platten von John Mayall stöbern. Immerhin hat John Mayall mehr als 50 Platten veröffentlicht!

Anspieltipps: Dirty Water, Oh Pretty Woman, All Your Love und California.

John Mayall: California

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