Deine Mutter April 2014 (Header)

Deine Mutter – Live in Fürth „Kopf und Kragen“ 2014

Deine Mutter: Lips Of Shame (2014)
Deine Mutter: Lips Of Shame (2014)

Deine Mutter feierten am 02. Mai ihre CD-Release Party in Fürth und ließen es dabei richtig krachen. Zweieinhalb Stunden spielten Deine Mutter eine treibende Mixtur aus Rock’n’Roll, Rhythm & Blues, Country, Rock und Blues, bei gefühlten 45 Grad und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das schwarze Bühnenoutfit war deshalb bald Makulatur. Der Schweiß floss bei Band und Publikum in Strömen. So soll Live-Musik sein.

Deine Mutter sind hier keine Unbekannten mehr. Die Qualität ihrer Auftritte hat sich mittlerweile herumgesprochen, weswegen die Party bereits einen Tag vorher ausverkauft war. Zum Trost für die, die zu Hause bleiben mussten, gab es via Facebook einen Soundcloud-Link zu Rockin‘ Man, dem zweiten Track ihrer Debut-CD Lips Of Shame. Deine Mutter, die als Cover-Band begonnen haben, haben für ihre CD fünf eigene Stücke ausgewählt, eines davon – „I See My Baby“ – als Studio- und Live-Fassung. Dazu gesellen sich alte Bekannte wie „Rip It Up“ von Little Richard und „Mary Ann“ von Ray Charles. Die CD wurde in knapp fünf Tagen im Red-Audio-Studio in Herzogenaurach aufgenommen. Für das Booklet hätte man sich vielleicht ein wenig mehr Mühe geben können, denn einfacher geht es nicht mehr (aber für 5 € an der Abendkasse natürlich auch wieder o.k.).

Fotos: Werner Gensmantel

Herausragend auf der CD ist für mich „Waste It Slow“, das am deutlichsten aus dem Blues Brothers Schema ausbricht. Es beginnt mit sanften Gitarren- und Keyboardklängen. Saxophon, Bass und Schlagzeug setzen ein, der Gesang beginnt und treibt: „Let’s dance, dance, dance“. Doch dann wird das Tempo wieder zurückgenommen, es dominieren wieder die leisen Töne. Und dann beginnt das Spiel wieder von vorne. Eine tolle Nummer, die auch live bestens funktioniert und für mich eines der besten Stücke des Abends war. (Siehe zur Bestätigung auch das phänomenale Video von Sirius Kestel vom Blues Will Eat Festival 2014.)

Deine Mutter – Waste It Slow (Blues Will Eat 2014)

Den ganzen Abend über frage ich mich, woher diese jungen Musiker dieses Feeling, diesen Groove bei der Interpretation hernehmen. Die Stücke sind teilweise doppelt oder dreimal so alt wie sie selbst. Freilich, Stücke wie „Splish Splash“, „Johnny B. Goode“ oder „Jailhouse Rock“ hört man von jeder Kirmes-Band. Das ist Party-Standard-Repertoire. Aber „My Generation” und “Gimme Some Lovin’” sind da schon andere Kaliber. Letzteres kam schon fast an die Live-Version von Traffic heran. Absolut überzeugend und für mich der beste Song des Abends war aber „Soul Kitchen“.

“Well the clock says it’s time to close now / I know I have to go now / I really want to stay here / All night, all night, all night”

Die Party war danach aber noch nicht vorbei. Tim Steinheimer ließ sich Bass spielend durchs Publikum tragen, Jakob Heeren lag schwitzend auf seinem Keyboard und Andreas Buck spielte seine Gitarre auf dem Schlagzeug stehend hinterm Kopf.

Deine Mutter Konzertende April 2014
Deine Mutter Konzertende 01:30 Uhr

That’s Show. That’s Rock’n’Roll. Deshalb die nächsten Auftritte auf keinen Fall verpassen. Insbesondere am 12. Juli 2014 beim Billinganlagenfest (beim Costa von der Ammschen Wirtschaft)!

Setlist vom 2. Mai 2014

  • Deine Mutter
  • Everybody Needs Somebody
  • Mess Around
  • Splish Splash
  • Gimme Some Lovin‘
  • I Feel Good
  • Buena Sera
  • Going Up The Country
  • Go Wild With Me
  • Seven Nation Army
  • Are You Gonna Be My Girl
  • Rockin‘ Man
  • Johnny B. Goode
  • Mary Ann
  • I’ve Got A Woman
  • Money
  • Come Together
  • Great Balls on Fire
  • My Baby
  • Shake Ya‘ Tailfeather
  • Rip It Up
  • Retalliation Hit
  • Bird Is The Word
  • My Generation
  • Soul Kitchen
  • Waste It Slow
  • Jailhouse Rock
  • Trouble

Weblinks

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