Archiv der Kategorie: Musik

Black Country Communion – Live Over Europe

Black Country Communion: Live Over Europe (2012)
Black Country Communion: Live Over Europe (2012)

Endlich geschafft – die Tournee, die DVD/Blu-Ray, die Doppel-Live-CD. Glenn Hughes dürfte aufatmen, denn endlich ging sein Wunsch in Erfüllung. Mit CDs ist ja nicht mehr viel Geld zu verdienen, und darum wollte Hughs von Beginn an auf Tournee gehen. Aber der enge Zeitplan von Joe Bonamassa, der – ähnlich Jack White – sich in einer Fülle von Projekten verliert und einen gigantischen Output hat, ließ das nicht zu. Für 2 schrieb Hughes den Großteil der Stücke, sie wurden eingespielt, aber wenn jetzt keine Tournee folgen würde, müsste er sich wohl anderweitig orientieren. Die „Supergroup“ am Scheideweg.

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Chimes of Freedom – Songs of Bob Dylan – 50 Jahre Amnesty International

Chimes of Freedom: The Songs of Bob Dylan: Honouring 50 Years of AI (2012)
Chimes of Freedom: The Songs of Bob Dylan: Honouring 50 Years of AI (2012)

Amnesty International hat anläßlich seines 50. Geburtstags eine 4-CD-Box veröffentlicht mit 73 Bob Dylan Songs von ebensovielen Interpreten, Bands bzw. Kooperationen. Der komplette Titel der CD-Box lautet Chimes of Freedom: „Songs of Bob Dylan Honoring 50 Years of Amnesty International“. Alle Künstler arbeiteten ohne Gage. Alle Gewinne aus dem Verkauf der CDs kommen der Arbeit von Amnesty International zugute. Diese Box ist der Nachfolger von „Instant Karma“ aus dem Jahr 2007. Bob Dylan wurde wohl deshalb ausgewählt, weil vor 50 Jahren sein Debütalbum erschien. „Chimes of Freedom is dedicated to people worldwide who are unjustly imprisoned or threatened for the peaceful expression of their beliefs“ steht auf der Website von Bob Dylan. Bob Dylan selbst ist mit der ursprünglichen Version von Chimes Of Freedom vertreten. Der Song erschien 1964 auf seinem vierten Album „Another Side of Bob Dylan“. Kurioserweise wandte sich Dylan mit dieser Platte von seiner Rolle als Protestsänger ab.

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The Ting Tings – Sounds From Nowheresville

Ting Tings: Sounds from Nowheresville (Deluxe Edition) (2012)
Ting Tings: Sounds from Nowheresville (Deluxe Edition) (2012)

Eine Platte wie eine Playlist – die unterschiedlichsten Stile wechseln sich ab. Elektropop, HipHop, Reggae, Rock. Verbindend ist aber die Stimme von Katie White. The Ting Tings sind Katie White (Gesang, Gitarre) und Jules De Martino (Schlagzeug, Gitarre, Gesang), die mit ihrem ersten Album „We Started Nothing“ einigen Erfolg hatten. Shut Up And Let Me Go lief in einem iPod-Spot.

„Sounds From Nowheresville“ ist ihr zweites Album. Die Entstehungsgeschichte war wohl etwas kompliziert. White und De Martino zogen nach Berlin, um sich von der Statdt für ihr neues Album inspiriern zu lassen. Aber das, was sie dort aufnahmen, hat ihnen nicht gefallen. Zu beliebig. So beschlossen sie die fast fertigen Aufnahmen zu „Kunst“ – so hätte das Album heißen sollen – zu löschen. Und sie gingen in die spanische Provinz, um dort einen neuen Anfang zu machen.

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Die Türen – ABCDEFGHIJKLM … – Wortspielpoprock

Türen: ABCDEFGHIJKLMNO PQRSTUVWXYZ (2012)
Türen: ABCDEFGHIJKLMNO PQRSTUVWXYZ (2012)

„Rentner und Studenten“ – das erste Stück auf der Platte – kann stellvertretend für den Rest der Platte stehen, nicht musikalisch, aber textlich. Mein erster Eindruck war der an einer kritischen Gesellschaftsaussage interessierten Band. Alleine schon die Titel legen das nahe: „Schwarz-Gelbes Unterseebot“ (Politik), „Pop ist tot“ (Musik-Bunsiness) oder „Don’t google yourself“ (Internet). Da springt man sofort an, die Themen sind auf der Höhe der Zeit, man ist interessiert. Dann liest und hört man noch die eine oder andere Kritik mit Songzitaten und greift zu.

Diese erste Erwartung wird aber nicht erfüllt. Es gibt – zumindest oberflächlich gesehen – keine Aussage, denn im Vordergrund steht die Wortakrobatik. Und da ist Maurice Summen, Sänger bei „Die Türen“, ein Meister. Die Texte haben etwas Dadistisches, eher aber etwas Willkürliches.

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Tom Waits – Bad As Me

Tom Waits: Bad As Me (2011)
Tom Waits: Bad As Me (2011)

Vor vielen Jahren war ich mit Freunden auf Kreta. In Paleochora, im Südwesten, gab es eine Taverne, die zum Camping-Platz außerhalb des Ortes gehörte. Die Taverne hatte eine wunderschöne Terasse, das Meer war gleich daneben. Fast immer wenn wir an der Taverne vorbeikamen – und das war oft, weil wir noch etwas weiter außerhalb wohnten – kehrten wir ein. Nachmittags, Abends, Nachts. Und immer lief Musik – fast immer das selbe: Die Stones oder Tom Waits.

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John Mayall & The Bluesbreakers – 70th Birthday Concert

John Mayall & The Bluesbreakers and Friends: Eric Clapton, Chris Barber, Mick Taylor: 70th Birthday Concert (2003)
John Mayall & The Bluesbreakers and Friends: Eric Clapton, Chris Barber, Mick Taylor: 70th Birthday Concert (2003)

Über diese Platte bin ich bei meinen Weihnachtseinkäufen gestolpert – und bin begeistert. John Mayall & The Bluesbreakers kenne ich seit ca. 1980, da aber nur die Platten aus den 60er Jahren. Alles was danach kam hatte ich nicht mehr wahrgenommen (außer einem ziemlich schlechten Live-Mitschnitt aus dem Jahre 1969, der 2004 erschien). 2003 – also auch schon wieder einige Jahre her – feierte John Mayall seinen 70ten Geburtstag mit einem Konzert in Liverpool, bei dem ihm alte Bekannte aus den frühen Bluesbreakers-Tagen unterstützten: Eric Clapton und Mick Tayler. Außerdem dabei die Jazzkoryphäe Chris Barber.

Das Konzert erschien als Doppel-CD, als CD/DVD-Kombination mit einer Auswahl der Stücke und auch als Blu-ray. Die Musik, die Tonqualität der Aufnahme, die Energie des Konzertes ist fantastisch. Mit 70 Jahren und nach 40 Jahren im Musikgeschäft ist John Mayall hier ein in jeder Hinsicht erstaunliches Stück Musikgeschichte gelungen.

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Sigurd Kämpft – Wiederveröffentlichung von „da Elefant is fertig“

Sigurd Kämpft: da Elefant is fertig (1981)
Sigurd Kämpft: da Elefant is fertig (1981)

Reiner Zufall, dass ich das entdeckt hatte. Trikont hat im Oktober 2010 die zwei LPs von Sigurd Kämpft („da Elefant is fertig“ 1981 und „Pfui Pfui“ 1983) als Doppel-CD wiederveröffentlicht. Sozusagen auch eine 30th anniversary edition. Das hat mein Herz höher schlagen lassen, gibt es doch viele nette Erinnerungen rund um diese Platte und an die damit verbundene Zeit. Nur die Insider kannten den Feinkost Würmlein und das „s’zwoafuchzger büffet“. Rambazamba everywhere!

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