Archiv der Kategorie: Musik

Songs For Desert Refugees

Songs for Desert Refugees: A Compilation In Aid Of The Refugees From Nothern Mali (2012)
Songs for Desert Refugees: A Compilation In Aid Of The Refugees From Nothern Mali (2012)

A compilation in aid of the refugees from northern Mali – ein wunderschöner Sampler mit Tuareg-Bands aus der Region, aber kein erbaulicher Anlass – der Krieg in Mali. Alle Beteiligten haben unentgeltlich gearbeitet, 100 Prozent der erzielten Gewinne gehen direkt an die französischen Hilfsorganisationen Tamoudré und ETAR, die dort die Flüchtlinge unterstützen.

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Led Zeppelin – Celebration Day

Led Zeppelin: Celebration Day (2012)
Led Zeppelin: Celebration Day (2012)

Der spektakuläre Auftritt in der Londoner O2-Arena wurde jetzt – fünf Jahre später – in den unterschiedlichsten Formaten veröffentlicht. Ein geniales Konzert, ein kongeniales Miteinander, phantastisch aufgenommen, satter Sound, beeindruckende Videoqualität – ein Celebration Day.

Ende 2006 war Ahmet Ertegrün, der Gründer des Plattenlabels Atlantic Records, gestorben. Ihm zu Ehren sollte ein Konzert mit mehreren Künstlern stattfinden. Led Zeppelin hätte ein halbe Stunde spielen sollen. Doch aus den ursprünglichen Plänen wurde schließlich ein abendfüllendes Konzert.

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Patti Smith – Banga

Smith, Patti: Banga (2012)
Smith, Patti: Banga (2012)

„Bei einer Wendung blieb er plötzlich stehen und stieß einen Pfiff aus. Als Antwort erscholl in der Dämmerung tiefes Gebell, und aus dem Garten kam ein mächtiger Hund mit spitzen Ohren, grauem Fell und einem Halsband mit Goldbeschlägen auf den Balkon gesprungen. ‚Banga, Banga‘, rief der Prokurator schwach.“ 1)

Der Prokurator ist Pontius Pilatus aus Michail Bulgakows Jahrhundertbuch „Der Meister und Margarita“ (geschrieben 1928 bis 1940, veröffentlicht 1966/67). Patti Smith hat ihr neues Album nach diesem Hund benannt, dem ihrer Meinung nach treuesten Hund der ganzen Literaturgeschichte. „Banga legte sich […] seinem Herrn zu Füßen, und die Freude in seinen Augen kam daher […], daß er wieder bei dem Mann war, den er liebte, achtete und für den Mächtigsten der Welt ansah, für den Beherrscher aller Menschen, wodurch er auch sich für ein privilegiertes, höheres und besonderes Wesen hielt.“ 2)

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Reverend & The Lady – Tracks From Ol‘ Station

Reverend & The Lady: Tracks From Ol' Station (2012)
Reverend & The Lady: Tracks From Ol‘ Station (2012)

Urlaub am Gardasee. Ausflug nach Malcesine an einem knallheißen Tag im Juni. Gleich um die Ecke am Hafen ertönt Bluesmusik. Zwei Straßenmusikanten spielen im Halbschatten eines Durchgangs. Wir bleiben stehen und hören das erste Stück an, dann das zweite, dritte, vierte. Die beiden sind echt klasse. Am Boden liegt der Gitarrenkoffer und der eine oder andere schmeißt auch mal einen Euro rein. Aber – und das ist das erstaunliche – die meisten kaufen sich gleich eine CD, die es für 10 Euro zu erwerben gibt. Das habe ich so noch nicht erlebt. Ich habe natürlich auch gleich zugegriffen.

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Black Country Communion – Live Over Europe

Black Country Communion: Live Over Europe (2012)
Black Country Communion: Live Over Europe (2012)

Endlich geschafft – die Tournee, die DVD/Blu-Ray, die Doppel-Live-CD. Glenn Hughes dürfte aufatmen, denn endlich ging sein Wunsch in Erfüllung. Mit CDs ist ja nicht mehr viel Geld zu verdienen, und darum wollte Hughs von Beginn an auf Tournee gehen. Aber der enge Zeitplan von Joe Bonamassa, der – ähnlich Jack White – sich in einer Fülle von Projekten verliert und einen gigantischen Output hat, ließ das nicht zu. Für 2 schrieb Hughes den Großteil der Stücke, sie wurden eingespielt, aber wenn jetzt keine Tournee folgen würde, müsste er sich wohl anderweitig orientieren. Die „Supergroup“ am Scheideweg.

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Chimes of Freedom – Songs of Bob Dylan – 50 Jahre Amnesty International

Chimes of Freedom: The Songs of Bob Dylan: Honouring 50 Years of AI (2012)
Chimes of Freedom: The Songs of Bob Dylan: Honouring 50 Years of AI (2012)

Amnesty International hat anläßlich seines 50. Geburtstags eine 4-CD-Box veröffentlicht mit 73 Bob Dylan Songs von ebensovielen Interpreten, Bands bzw. Kooperationen. Der komplette Titel der CD-Box lautet Chimes of Freedom: „Songs of Bob Dylan Honoring 50 Years of Amnesty International“. Alle Künstler arbeiteten ohne Gage. Alle Gewinne aus dem Verkauf der CDs kommen der Arbeit von Amnesty International zugute. Diese Box ist der Nachfolger von „Instant Karma“ aus dem Jahr 2007. Bob Dylan wurde wohl deshalb ausgewählt, weil vor 50 Jahren sein Debütalbum erschien. „Chimes of Freedom is dedicated to people worldwide who are unjustly imprisoned or threatened for the peaceful expression of their beliefs“ steht auf der Website von Bob Dylan. Bob Dylan selbst ist mit der ursprünglichen Version von Chimes Of Freedom vertreten. Der Song erschien 1964 auf seinem vierten Album „Another Side of Bob Dylan“. Kurioserweise wandte sich Dylan mit dieser Platte von seiner Rolle als Protestsänger ab.

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The Ting Tings – Sounds From Nowheresville

Ting Tings: Sounds from Nowheresville (Deluxe Edition) (2012)
Ting Tings: Sounds from Nowheresville (Deluxe Edition) (2012)

Eine Platte wie eine Playlist – die unterschiedlichsten Stile wechseln sich ab. Elektropop, HipHop, Reggae, Rock. Verbindend ist aber die Stimme von Katie White. The Ting Tings sind Katie White (Gesang, Gitarre) und Jules De Martino (Schlagzeug, Gitarre, Gesang), die mit ihrem ersten Album „We Started Nothing“ einigen Erfolg hatten. Shut Up And Let Me Go lief in einem iPod-Spot.

„Sounds From Nowheresville“ ist ihr zweites Album. Die Entstehungsgeschichte war wohl etwas kompliziert. White und De Martino zogen nach Berlin, um sich von der Statdt für ihr neues Album inspiriern zu lassen. Aber das, was sie dort aufnahmen, hat ihnen nicht gefallen. Zu beliebig. So beschlossen sie die fast fertigen Aufnahmen zu „Kunst“ – so hätte das Album heißen sollen – zu löschen. Und sie gingen in die spanische Provinz, um dort einen neuen Anfang zu machen.

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Die Türen – ABCDEFGHIJKLM … – Wortspielpoprock

Türen: ABCDEFGHIJKLMNO PQRSTUVWXYZ (2012)
Türen: ABCDEFGHIJKLMNO PQRSTUVWXYZ (2012)

„Rentner und Studenten“ – das erste Stück auf der Platte – kann stellvertretend für den Rest der Platte stehen, nicht musikalisch, aber textlich. Mein erster Eindruck war der an einer kritischen Gesellschaftsaussage interessierten Band. Alleine schon die Titel legen das nahe: „Schwarz-Gelbes Unterseebot“ (Politik), „Pop ist tot“ (Musik-Bunsiness) oder „Don’t google yourself“ (Internet). Da springt man sofort an, die Themen sind auf der Höhe der Zeit, man ist interessiert. Dann liest und hört man noch die eine oder andere Kritik mit Songzitaten und greift zu.

Diese erste Erwartung wird aber nicht erfüllt. Es gibt – zumindest oberflächlich gesehen – keine Aussage, denn im Vordergrund steht die Wortakrobatik. Und da ist Maurice Summen, Sänger bei „Die Türen“, ein Meister. Die Texte haben etwas Dadistisches, eher aber etwas Willkürliches.

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Tom Waits – Bad As Me

Tom Waits: Bad As Me (2011)
Tom Waits: Bad As Me (2011)

Vor vielen Jahren war ich mit Freunden auf Kreta. In Paleochora, im Südwesten, gab es eine Taverne, die zum Camping-Platz außerhalb des Ortes gehörte. Die Taverne hatte eine wunderschöne Terasse, das Meer war gleich daneben. Fast immer wenn wir an der Taverne vorbeikamen – und das war oft, weil wir noch etwas weiter außerhalb wohnten – kehrten wir ein. Nachmittags, Abends, Nachts. Und immer lief Musik – fast immer das selbe: Die Stones oder Tom Waits.

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