Archiv der Kategorie: Kunst

Gerhard Richter – Ausschnitt – Ausstellung im Neuen Museum Nürnberg

Richter, Gerhard: Ausschnitt - Werke aus der Sammlung Böckmann: Ausstellungskatalog (2014)
Richter, Gerhard: Ausschnitt – Werke aus der Sammlung Böckmann: Ausstellungskatalog (2014)

Die Gerhard-Richter-Ausstellung Ausschnitt ist nach der Helmut-Jahn-Ausstellung Process Progress im Jahr 2012 der zweite bedeutende Höhepunkt in der Geschichte des Neuen Museums Nürnberg. Zu verdanken ist diese umfassende Schau der Sammelleidenschaft des Ehepaares Ingrid und Georg Böckmann, das dem Museum insgesamt 69 Werke, davon 28 aus den wesentlichen Schaffensperioden Gerhard Richters als Dauerleihgabe überlassen hat. Das Neue Museum Nürnberg beherbergt damit die weltweit drittgrößte Sammlung mit Werken Gerhard Richters. Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben früher Werke, die Richter selbst beigesteuert hat.

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Niki de Saint Phalle – A mon ami Jean-Jacques, un oiseau qui s’est envolé trop tôt

Paris ist bekannt für seine Gräbertouristen. Gleich zwei Friedhöfe warten mit einer Vielzahl berühmter Verstorbener auf. Auf dem größten Pariser Friedhof, dem „Cimetière du Père Lachaise“, liegt genre- und epochenübergreifend eine Berühmtheit neben der anderen: Eugène Delacroix, Gilles Deleuze, Max Ernst, Jean-Auguste-Dominique Ingres, Molière oder Jim Morrison. Auf dem etwas kleineren „Cimetière Montparnasse“ sind u.a. Simone de Beauvoir, Samuel Beckett, Eugène Ionesco, Man Ray und Jean-Paul Sartre begraben. Übersichtstafeln und Friedhofspläne helfen den Gräbertouristen bei der Ausübung ihres Totenkults. Nirgends aber findet sich ein Hinweis auf diese Skulptur von Niki de Saint Phalle.

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Helmut Jahn – The Future Is Never Wrong

Helmut Jahn: Lusail: Skizze aus "Progress Process"
Helmut Jahn: Lusail: Skizze aus „Progress Process“

Ein Monument wie den Eiffelturm oder das Washington Monument erschaffen – der Turm für Lusail in Katar ist der noch nicht realisierte Traum von Helmut Jahn. Am 16. Januar hielt Helmut Jahn im ausverkauften Neuen Museum Nürnberg den Vortrag „The Future Is Never Wrong“. Die Veranstaltung ergänzte die bislang erfolgreichste Ausstellung des NMN „Process Progress“ über das Schaffenswerk Jahns. Der Andrang war enorm. Die 850 Plätze waren binnen kürzester Zeit ausverkauft. Via Videoübertragung wurde der Vortrag dann am Abend aus dem Auditorium ins Foyer übertragen.

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Helmut Jahn – Process Progress

Helmut Jahn: Presskit NMN 2012
Helmut Jahn: Presskit NMN 2012

Wolkenkratzer, Skyscrapers assoziiert mit Betonklötzen, hässlich, feindlich und abweisend, wenn nicht auf den ersten, dann spätestens auf den zweiten, dritten  Blick. Aus der Nähe, von Innen, im Detail: grobschlächtig, brachial, undurchdacht, billig. Nach 20/30/40 Jahren zeigen sich die ersten Verschleißerscheinungen. Materialermüdung, Risse, Wasserschäden sind obligatorisch.

Ein anderes Bild vermittelt die Ausstellung „Process Progress“.

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Dürers „Selbstbildnis im Pelzrock“, Nofretete und der Pergamonaltar

Dürer, Albrecht: Selbstbildnis im Pelzrock (1500) Quelle: Wikipedia
Dürer, Albrecht: Selbstbildnis im Pelzrock (1500) Quelle: Wikipedia

Am „Selbstbildnis im Pelzrock“ von Albrecht Dürer (1500), das für die Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg (GMN) aus der Alten Pinakothek in München ausgeliehen werden sollte, entfachte sich mal wieder der Streit zwischen den Franken und der Landeshauptstadt München. Die Münchner verwiesen auf eine Sperrliste, wonach das „Selbstbildnis“ per se nicht ausgeliehen werden könne, zudem sei es beschädigt und nicht transportfähig. Man bot sogar die Möglichkeit vergünstigter Bahnkarten für Besucher des GMN nach München an. Die Diskussion ist jetzt vorbei: das Bild ist nicht transportfähig.

Man mag das als Provinzposse abtun. Ist es aber nicht.
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Andreas Gursky und die Bestattung von Kim Jong Il

Andreas Gurski: Pyongyang I
Andreas Gurski: Pyongyang I

Einige westliche Nachrichtenagenturen haben gemeldet, dass die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA ein mehrfach manipuliertes Bild von der Trauerfeier für den verstorbenen Diktator Kim Jong Il verbreitet hat. KCNA ließ eine Gruppe von sechs Personen mit einer Filmkamera am linken Bildrand verschwinden, die nicht zur makellosen Symmetrie der trauernden Massen zu passen schien.

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